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Tipps für ein gelungenes Anschreiben für nicht-akademische Jobs

Form, Einstieg, Hauptteil und Schluss - Wir zeigen euch, was ihr bei einem Anschreiben beachten solltet. Ein Tipp vorab: Startet nie, nie, nie mit »hiermit bewerbe ich mich um...«.

Hinweise:


Wenn ihr Infos zu akademischen Anschreiben (z.B. zur Bewerbung auf eine Professur) sucht, schaut euch bitte das Webinar mit Prof. Dr. iur. Hubert Detmer vom Deutschen Hochschulverband an. Solche Anschreiben unterscheiden sich deutlich von denen für außerakademische Stellen.


Inzwischen fordern einige Unternehmen oder Organisationen keine Anschreiben mehr, sondern nur noch den CV bzw. Antworten auf vorgegebene Fragen oder Arbeitsproben. Wenn allerdings die »üblichen« Unterlagen gefordert sind, gehört ein Anschreiben dazu.

Ein Anschreiben sollte immer individuell angepasst sein, es gibt aber einige allgemeine Hinweise, die ihr beachten könnt.

Generell gilt: Macht es dem oder der Adressat*in so leicht wie möglich!

Wenn Unternehmen oder Organisationen eine Stelle ausschreiben, wollen sie ein Problem lösen – es fehlt jemand, der oder die Expertise, Arbeitskraft, Kreativität einbringen kann, die dringend gebraucht werden. Seid diese Lösung! Es wird zudem nicht das einzige Anschreiben sein und eures sollte schnell und niedrigschwellig Interesse wecken. Das könnt ihr dafür tun:

Form & Formulierung: Klar und authentisch

  • Beschränkt euch auf eine Seite – aber achtet auf Absätze, Ränder und Abstände – quetscht nicht zwei Seiten Text in eine.
  • Gebt eure Kontaktinfos und ggf. euer LinkedIn/Xing-Profil und/oder eure Website an.
  • Passt idealerweise das Layout an den CV an.
  • Gebt im Betreff die Stellenbezeichnung/ggf. Referenznummer an.
  • Nutzt Verben, Verben, Verben und möglichst knackige Sätze.
  • Vermeidet Floskeln (s. Einstieg) – schreibt das, was ihr wirklich sagen wollt.
  • Lasst jemanden Korrektur lesen.

Einstieg: Mal was anderes

  • Startet nie, nie, nie mit »hiermit bewerbe ich mich um…« – das sollte ja bereits klar sein.
  • Stellt stattdessen eine Verbindung zwischen euch und dem Unternehmen oder der Organisation her – warum bewerbt ihr euch dort und nicht woanders? Gefallen euch die Werte, das Produkt, habt ihr schonmal Kontakt zu einem Programm, einer Dienstleistung etc. gehabt?
  • Geht selbstbewusst mit eurem wissenschaftlichen Background um, auch wenn es keine foschungsbezogene Stelle ist. Vermeidet daher Sätze wie »mein DFG-Antrag wurde nicht bewilligt« und schreibt z.B. »Mir macht es große Freude, komplexe Probleme zu lösen – eine Fähigkeit, die ich bei … hervorragend einbringen kann.«

Hauptteil: Keywords und Beweisführung

  • Passt eure Wortwahl den Keywords in der Ausschreibung bzw. dem Wording der Organisation an (schaut auf deren Website) und beweist dann, dass ihr in diesen Bereichen Erfahrung habt.
  • Ihr könnt z.B. so starten: »Folgendes können Sie von mir erwarten:« und paart die drei, vier wichtigsten Anforderungen (die ersten in der Stellenanzeige) mit den Erfahrungen, die dazu passen – falls ihr noch etwas Besonderes mitbringt, das für den Job interessant sein könnte, geht ebenfalls kurz darauf ein oder reißt eine Idee an, die für die Stelle relevant sein könnte.

Schluss: Selbstbewusst und vollständig

  • Gebt hier an, wenn z.B. Gehaltsvorstellungen, Einstiegsdaten etc. erfordert werden.
  • Gehaltsangabe: Informiert euch vorher auf Plattformen wie konunu, fragt euer Netzwerk oder lehnt euch bei Stellen im öffentlichen Dienst oder Non-Profit-Bereich an den TVöD an.
  • Vermeidet bei der Schlussformel Konjunktive – statt »Ich würde mich über Ihre Rückmeldung freuen« könnt ihr z.B. schreiben »Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung. Gerne tausche ich mich in einem persönlichen Gespräch aus, wie ich Sie bei… unterstützen kann.«

Wenn ihr Unterstützung bei eurem individuellen Anschreiben benötigt, helfen wir gerne.